Aufruf

Kohle stoppen. Klima schützen.

2017 wird es viele Aktionen für den Braunkohleausstieg geben. Im August werden tausende Menschen ins rheinische Braunkohlerevier kommen und mit massenhaften Aktionen zivilen Ungehorsams den Kohleabbau lahmlegen. Im November wird, während des Klimagipfels in Bonn (COP23), eine weitere Aktion stattfinden. Wir reihen uns ein und machen den Auftakt von Ende Gelände in Köln. Wir werden den Zug, der die verarbeitete Kohle aus dem rheinischen Revier von Frechen nach Merkenich bringt, blockieren.

Wir fordern von Rheinenergie und der Stadt Köln den sofortigen Umstieg auf erneuerbare Energien!

Rheinenergie ist mit einem Anteil von 4,9% erneuerbaren Energien (2013) weit hinter der Zeit und macht auch keine Anstalten dies zu ändern. Der Großteil der Energie wird immer noch durch Kohle gewonnen. Dafür werden Dörfer umgesiedelt und Wälder zerstört. Was überbleibt, ist Brachland größer als Aachen und Düren zusammen. Rheinenergie gehört zu 80% der Stadt Köln und 20% RWE. Wir fordern von der Stadt Köln ihren Einfluss zu nutzen und auf erneuerbare Energien umzusteigen, sowie die Umstellung des Heizkraftwerkes Merkenich auf Erdgas. Wir sagen: Zurück in die Zukunft! Raus aus der Kohle!

Wir wollen das Ganze: das Ende des fossilen Kapitalismus!

Wir kämpfen nicht nur gegen Kohle, gegen Fracking, gegen Öl, sondern stellen Profitlogik und Wachstumswahn grundsätzlich in Frage. Diese befördern falsche Lösungen wie Marktmechanismen, Großprojekte und die fortgesetzte Ausbeutung des globalen Südens. Während wenige Energiekonzerne prächtig verdienen und mit Subventionen gepäppelt werden, klemmen sie allein in Deutschland 350.000 Haushalten jährlich den Strom ab – und machen ihren eigenen Angestellten vor, mit der Kohle könnte es ewig weitergehen. Dabei braucht es auch gerade für die Beschäftigten einen gerechten Umbau. Es braucht einen Plan, wie wir als Gesellschaft die soziale und ökologische Transformation organisieren und finanzieren – jenseits der kapitalistischen Profitlogik. Wir alle tragen die Folgen der Energiepolitik – deswegen wollen wir mitbestimmen: Für eine demokratisch organisierte Energieversorgung!

Auf ein widerständiges 2017!

Wir reihen uns ein in die vielfältigen Aktionen von Klimaaktivist*innen und solidarisieren uns mit der Besetzung des Hambacher Forst. Wir werden nicht aufhören durch unsere Aktionen den Braunkohleabbau zu stören, bis unsere Forderungen durchgesetzt sind.